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wendepunkt Newsletter Oktober 2015

Inhalt

Was kommt im wendepunkt:

Was ist:

Was war:

Was kommt:

Rund um die "16 Tage"

Von 25. November bis 10. Dezember beteiligt sich der wendepunkt mit einer Reihe von Veranstaltungen am Aktionszeitraum "16 Tage gegen Gewalt an Frauen".

Zum Start der Kampagne hissen wir am 25. November gemeinsam mit Vizebürgermeister Dr. Christian Stocker die Terre des Femmes-Fahne am Wiener Neustädter Hauptplatz, als weithin sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Auch unseren Sondernewsletter wird es heuer wieder geben, diesmal mit Informationen rund um das Thema Frauenarmut.

Weiter geht’s am 25. und 26. November mit dem zweitägigen Workshop "Hinter der Fassade – Handeln gegen häusliche Gewalt". Jeweils von 9:30 bis 17:30 Uhr informieren wendepunkt-Mitarbeiterinnen über Gewaltformen, Mythen, rechtliche Rahmenbedingungen und die Struktur eines Frauenhauses. Die Kosten betragen 280 Euro für beide Tage, 180 Euro für einen Tag (anerkannte Beraterinnen und Berater bezahlen 90 bzw. 50 Euro).

Am 27. November folgt von 15 bis 18 Uhr der Impulsworkshop "Über Geld spricht man(n) nicht – Frau schon". Hier können Sie Ihre persönliche Geldbiographie erstellen, Ihre unbewussten Leitsätze rund ums Geld aufspüren, über Mythen und Fakten zu den Themen Geld, Steuern, Pensionen und Ressourcenverteilung reflektieren. Die Teilnahme ist kostenlos, über freie Spenden freuen wir uns.

Veranstaltungsort beider Workshops ist Wiener Neustadt, Anmeldungen bitte unter office@wendepunkt.or.at.

Ebenfalls am 27. November referiert der wendepunkt im Rahmen der interdisziplinären Ringvorlesung "Eine von fünf" am Department für Gerichtsmedizin der Universität Wien. Thema des Vortrags ist das Leben im Frauenhaus. Die Lehrveranstaltung beginnt um 16 Uhr und ist frei zugänglich, auch interessierte Nichtstudierende sind herzlich willkommen.

Den Abschluss bildet am 29. November der traditionelle Wiener Neustädter Adventlauf, bei dem der wendepunkt eine Labestation für die Läuferinnen und Läufer einrichtet und sich im Gegenzug über Sachspenden freuen darf. Danke bereits jetzt!

Zweiter wn.frauentreff im Jänner 2016

Der erste wn.frauentreff hat bereits stattgefunden (siehe unten: Was war) und der Termin für den zweiten steht auch schon fest. Am 28. Jänner 2016 können Sie sich von 17 bis 19 Uhr wieder im Café des Stadtheims, Lazarettgasse 5, für weibliche Anliegen in Wiener Neustadt engagieren. Zur persönlichen Einladung melden Sie sich bitte mit Ihren Kontaktdaten unter frauenberatung@wendepunkt.or.at.

Mutige Mädchen

Die Hil-Foundation, eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Wien, unterstützt Menschen, die weniger Chancen haben als andere, ihr Leben selbstbestimmt zu führen. Eine spezielle Förderschiene der Foundation unterstützt Projekte, die Mädchen stark machen – ein idealer Projektpartner für den wendepunkt. Im September hat der Mädchenbeirat der Hil-Foundation die Förderung unseres Projektes "Mutige Mädchen! Ein Projekt für Mädchen und junge Frauen im Industrieviertel" beschlossen, so dass wir im Jahr 2016 mehrere Selbstverteidigungskurse anbieten und Sicherheitstipps von Mädchen für Mädchen sammeln und bekannt machen können. Wir freuen uns sehr über diese Förderung.

Was ist:

Mobile Beratung im Frauengefängnis

Nahe Wiener Neustadt, in Schwarzau am Steinfelde befindet sich Österreichs einziges Gefängnis mit überwiegendem Frauenanteil, die Justizanstalt Schwarzau. Von 193 Haftplätzen sind 171 für Frauen vorgesehen, 22 Plätze stehen Männern zur Verfügung. Allgemein werden in der Justizanstalt Schwarzau alle Haftstrafen an Frauen vollzogen, die über ein Strafmaß von 18 Monaten hinausgehen und bis zu lebenslänglich dauern können.

Einmal im Monat haben die Insassinnen der Schwarzau seit September die Möglichkeit, im Anstaltsgebäude von einer Mitarbeiterin der wendepunkt-Frauenberatung beraten zu werden. Die mobile Frauenberatung widmet sich allen Themen, die die inhaftierten Frauen beschäftigen, etwa der Kontakt zu den Kindern, die Arbeitsplatzsuche für die Zeit nach der Entlassung oder Fragen rund um die Scheidung. Alle Frauen, die eine anonyme Beratung möchten, haben die Möglichkeit, einen Brief an die Anstaltszeitung "unbedingt mittendrin" zu schreiben. Die Frauenberaterin sammelt die dort aufgeworfenen Fragen und beantwortet Leserinnenbriefe nach Themen. Ein spannendes neues Arbeitsfeld für unsere Beraterinnen.

DVR: 4014434

Seit September hat auch der wendepunkt eine DVR-Nummer, zum Schutz für Klientinnen bei Datenaustausch mit Ämtern und Behörden. Die DVR-Nummer ist eine siebenstellige Nummer, die vom Datenverarbeitungsregister (DVR) vergeben wird und von jedem Auftraggeber einer Datenanwendung geführt werden muss, der einer Meldepflicht unterliegt. Wundern sie sich also nicht über den ungewohnten Zahlensalat in unseren Briefköpfen.

Was war:

Theresienfeld und Bad Schönau unterstützen den wendepunkt

Am 16. September erhielt der wendepunkt erfreulichen Besuch aus der nahen Gemeinde Theresienfeld: Vizebürgermeisterin Ingrid Klauninger und die beiden Gemeinderätinnen Vera Petri und Andrea Binder übergaben uns eine Förderung in Höhe von 400 Euro. Damit unterstützt die kleine Gemeinde unseren Verein bereits im zweiten Jahr. Wir freuen uns besonders über das große Interesse der Theresienfelder Politikerinnen und die konsequente Unterstützung unserer Arbeit.

Eine weitere Förderung erhielten wir von der Gemeinde Bad Schönau, nämlich 180 Euro. Wir bedanken uns herzlich bei den beiden Gemeinden!

Erster wn.frauentreff

Großen Erfolg zeigte der erste Wiener Neustädter Frauentreff am 17. September. Dem Veranstalterinnenteam (Frauenstadträtin Margarete Sitz, Sozialservice Wiener Neustadt, Verein wendepunkt, Büro Planung & Vielfalt gelang es, ganze siebzig Wiener Neustädterinnen im Café des Stadtheims zu versammeln.

In moderierten Arbeitsgesprächen wurden die Anliegen der Wiener Neustädterinnen sichtbar gemacht und die Lust am Mitgestalten in der Stadt geweckt. Die Abschlusspräsentationen der Arbeitsgruppen verdeutlichten die Vielfalt der besprochenen Themen, die Freude und das Interesse am gemeinsamen Austausch. Themenschwerpunkte waren:

  • geplante Einsparungen der Stadt
  • leistbare Freizeitangebote
  • finanzielle Absicherung ("Teilzeitfalle", Zugang zum Arbeitsmarkt, qualifizierte Jobs)
  • Nahversorgung, günstige Einkaufsmöglichkeiten
  • Integration (vor allem in Kindergarten und Schule, Deutschkurse)
  • Kinderbetreuung (qualitätvoll, leistbar, gut erreichbar und flexibel)
  • Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Betreuungspflichten
  • Aus-, Um- und Weiterbildung (inkl. finanzieller Förderungen)
  • Ungleichbehandlung von Frauen (insbesondere am Arbeitsmarkt, leistungsgerechte Bezahlung)
  • Vernetzung, Zugang zu frauenrelevanten Informationen
  • Mobilität ("Stadt der kurzen Wege", kein Führerschein, Pendeln zur Arbeit, viele Wege mit Kindern)
  • Lebensqualität: mehr Zeit für sich selbst
  • Wertschätzung unterschiedlicher Lebenskonzepte
  • fehlende Frauen in der Politik und in Entscheidungsgremien

Wir freuen uns über die rege Teilnahme und die Diskussionsfreude der Bewohnerinnen unserer Stadt und sehen dem nächsten wn.frauentreff mit Spannung entgegen!

Vorstellung bei die Berater

Am 12. Oktober präsentierte der wendepunkt seine Angebote in einem Berufsorientierungskurs von die Berater, einer großen Unternehmensberatung mit Filiale in Wiener Neustadt. Im Kurs wurden unter anderem wichtige Institutionen aus Wiener Neustadt vorgestellt – und dazu gehört auch der wendepunkt.

Die Kursteilnehmerinnen zeigten sich sehr interessiert an unserer Arbeit und stellten viele Fragen, etwa zu den Kosten der Beratung, den Voraussetzungen für die Aufnahme ins Frauenhaus, Wartezeiten und vielem mehr. Alles in allem ein gelungener Vormittag.

Der wendepunkt sensibilisiert die Stadtpolitik

Ein besonderer Coup gelang dem Bildungsbereich des wendepunkt in Zusammenarbeit mit Frauenstadträtin Margarete Sitz. Auf Einladung der Politikerin versammelten sich am Nachmittag des 17. Oktober gut ein Dutzend Gemeinderätinnen, die Gendermainstreaming- sowie die Frauenbeauftragte der Stadt Wiener Neustadt im Festsaal des Stadtheimes, um an einem von uns geleiteten Workshop teilzunehmen.

Der Fokus der Veranstaltung lag auf der unterschiedlichen Verteilung der Ressourcen Macht, Zeit und Geld unter Männern und Frauen und der Frage, welche Auswirkungen die ungerechte Verteilung auf die Teilhabe am öffentlichen Leben hat. Trotz einer anstrengenden Arbeitswoche gelang es, die Teilnehmerinnen mit einem ansprechenden Methodenmix für das herausfordernde Thema zu begeistern, den Nachmittag lebendig zu gestalten und den gendersensiblen Blick zu schärfen. Top!

Equal Pension

Auch anlässlich des diesjährigen Equal Pay Day am 17. Oktober arbeitete der wendepunkt mit Frauenstadträtin Margarete Sitz und der Frauenbeauftragten der Stadt, DSAin Claudia Auer-Deutsch zusammen. Am Wiener Neustädter Hauptplatz verteilten wir violette Luftballons an die Kinder – eine gute Gelegenheit, um mit den Müttern und Vätern entspannte Gespräche zu führen.

Der inhaltliche Schwerpunkt des Aktionstages lag dieses Jahr auf dem Equal Pension Day, jenem Tag, ab dem Frauen im Vergleich zu Männern statistisch ohne Pension überleben müssen. Heuer wurde der Equal Pension Day bereits am 26. Juli begangen, da Frauen im Schnitt um 43% (!) weniger Pension erhalten als Männer.

Unser Pensionssystem orientiert sich an lebenslanger Vollzeitbeschäftigung ohne Erwerbsunterbrechungen. Da Frauen den Großteil unbezahlter Haus- und Betreuungsarbeit verrichten, oft alleine in Karenz gehen und länger in Teilzeit arbeiten, können viele trotz langjähriger Berufstätigkeit von ihrer Pension nicht leben und sind armutsgefährdet. In diesem Zusammenhang fand vor allem die Information über Pensionssplitting regen Anklang.

Abschluss der GewaltFREI LEBEN-Kampagne

Langsam neigt sich das zweite (und letzte) Jahr der Kampagne GewaltFREI LEBEN ihrem Ende zu. Der wendepunkt war im Herbst noch einmal fleißig im Einsatz und veranstaltete Vorträge und Workshops an mehreren Standorten.

Am 15. September hielten wir einen Vortrag in der Geschützten Werkstätte Wiener Neustadt, wo knapp sechzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit allem Wissenswerten rund um das Thema häusliche Gewalt konfrontiert wurden. Die 24 Frauen und 34 Männer, Fachbereichsleiter und Dolmetscherinnen zeigten großes Interesse und beteiligten sich rege an der anschließenden Diskussion.

Ebenso engagiert arbeitete eine kleine, feine Frauenrunde in einem vom wendepunkt geleiteten Gewaltpräventionsworkshop, zu dem das Caritas Zentrum für Frauengesundheit am 14. Oktober in ihr Frauencafé geladen hatte. Im Zentrum des Workshops standen die Themen Selbstbewusstsein, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung – gerade für Zuwanderinnen aus patriarchal geprägten Ländern ein wichtiger Lernbereich.

Der letzte Workshop aus der Kampagne GewaltFREI LEBEN fand am 4. November im Wiener Haus Miriam der Caritas statt, diesmal unter dem Schwerpunkt Mythen und Warnsignale für häusliche Gewalt. Wieder war eine Gruppe von Hausbewohnerinnen begeistert dabei und überraschte mit viel Vorwissen und Reflexionsbereitschaft. Ein tolles Projekt findet damit einen würdigen Abschluss.

Weitere interessante Informationen sowie Fotos unserer Veranstaltungen finden Sie auf facebook.

Ihre Spende unterstützt Frauen und Kinder in Not - und ist steuerlich absetzbar.
Kontonummer 3715, Wr. Neustädter Sparkasse (Bankleitzahl 20267)

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Verein wendepunkt – Frauen für Frauen und Kinder
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