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wendepunkt Newsletter April 2018

Inhalt

Was kommt:

Was ist:

Was war:

Was kommt:

Seminar "Hass im Netz"

Bereits im März 2018 hat der wendepunkt ein Seminar zum Thema "Cybermobbing" abgehalten (siehe Bericht unten), nun wird dieser Themenschwerpunkt um eine weitere Veranstaltung ergänzt. Am 8. Juni 2018 findet ein ganztägiges Seminar mit dem Titel "Hass im Netz" statt, das auf den Erkenntnissen des Forschungszentrums Menschenrechte der Universität Wien basiert. Das Forschungszentrum hat in den vergangenen Monaten gemeinsam mit der Verbrechensopferhilfe Weißer Ring eine Bestandsaufnahme der Gewalt im Internet erstellt. Zwischen März und Juni 2018 werden darauf aufbauend Trainings für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gewalt- und Opferschutzeinrichtungen mit folgenden Schwerpunkten angeboten:

  • Formen von Gewalt im Internet
  • Auswirkungen auf betroffene Frauen
  • Rechtliche und praktische Handlungsmöglichkeiten
  • Strategien und Unterstützungsangebote
  • Technisches Wissen und Profileinstellungen, um das Internet sicher zu nutzen

Referentin:

Mag.a Claudia Prudic, Klinische und Gesundheitspsychologin, wendepunkt-Frauenberaterin

Termin:

Freitag, 8. Juni 2018, 9 bis 17 Uhr

Ort:

wendepunkt-Frauenberatung, Neunkirchnerstraße 65a, 2700 Wiener Neustadt

Unkostenbeitrag:

15 Euro

Anmeldung:

Telefon 02236/825 96 oder frauenberatung@wendepunkt.or.at

Aufgrund der begrenzten Platzanzahl ersuchen wir um eine verbindliche Anmeldung bis 31. Mai 2018.

Das Seminar wird vom Bundesministerium für Frauen, Familie und Jugend finanziert.

Starker Frauenherbst

Bereits jetzt möchten wir Sie auf zwei Veranstaltungen hinweisen, die im Herbst 2018 in Wiener Neustadt stattfinden.

Am 27. September 2018 findet zwischen 17 und 19 Uhr der nächste wn.frauentreff statt, diesmal in der Erlöserkirche im Zehnerviertel. Ein gewohnt köstliches Buffet und kostenlose Kinderbetreuung sind bereits fix, am Inhalt wird noch gefeilt.

Literarisch wird es im Spätherbst: Unter dem Motto "Lesen gegen Gewalt" tragen Eva Rossmann und andere Autorinnen am 30. November 2018 ab 17 Uhr im BORG Wiener Neustadt im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt aus ausgewählten Werken vor.

Details zu diesen Veranstaltungen finden Sie in unseren kommenden Newslettern. Bitte merken Sie sich die Termine vor – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Was ist:

Mitarbeiterin fürs Frauenhaus gesucht

Das wendepunkt-Frauenhaus bietet seit fast 25 Jahren Zuflucht für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind – und das nicht nur tagsüber, sondern auch während der Nachtstunden. Da das Nachtdienstteam des Frauenhauses langsam ins Pensionsalter übergleitet, sind wir auf der Suche nach Verstärkung.

Konkret wünschen wir uns eine einfühlsame und zuverlässige Mitarbeiterin, die eine klare Haltung gegen jede Form der Gewalt aufweist und bereit ist, in Zusammenarbeit mit den Sozialarbeiterinnen des Frauenhauses abends und während der Nachtstunden sowie an den Wochenenden Notaufnahmen durchzuführen und den Bewohnerinnen des Frauenhauses auf Anfrage zur Verfügung zu stehen. Im wesentlichen handelt es sich um einen telefonischen Bereitschaftsdienst, in Notfällen und an den Wochenenden ist die vorübergehende Anwesenheit im Frauenhaus erforderlich.

Eine wichtige Voraussetzung für diese Arbeit ist ein Wohnsitz im Raum Wiener Neustadt, um im Bedarfsfall die rasche Anwesenheit garantieren zu können. Dafür bieten wir eine fundierte Einschulung, kostenlose Teilnahme an den Seminaren des wendepunkt, faire Bezahlung, professionelle Unterstützung und Intervision sowie die Anrechenbarkeit der Dienstzeit für diverse Praktika (FH Sozialarbeit, Propädeutikum etc.).

Bei Interesse und für nähere Details wenden Sie sich bitte an das Team des Frauenhauses unter 02622/880 66 oder frauenhaus@wendepunkt.or.at. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Was war:

Im Gespräch mit der Frauenministerin

In ihrer Funktion als Vorstandsmitglied des Netzwerks der österreichischen Frauen- und Mädchenberatungsstellen nahm wendepunkt-Geschäftsleiterin DSAin Elisabeth Cinatl am 19. April 2018 gemeinsam mit anderen Vertreterinnen des Netzwerks an einem Treffen mit der neuen Frauenministerin Dr.in Juliane Bogner-Strauß teil. Die Delegation stellte der Ministerin die wichtigen Aufgaben und Tätigkeiten des Netzwerks und der Frauenberatungsstellen in Österreich vor und tauschte sich über Möglichkeiten einer konstruktiven Zusammenarbeit aus.

Auseinandersetzung mit dem "Befremden"

Acht Teilnehmerinnen setzten sich am 23. Februar einen Tag lang mit ihren höchstpersönlichen Einstellungen gegenüber dem "Fremden" auseinander. Ziel des Workshops, der von der Frauenberatungsstelle Kassandra in Mödling veranstaltet wurde, war eine Reflexion jener Irritationen, die im Umgang mit "Fremdem" entstehen und unser Handeln oft unbewusst beeinflussen. Unter der routinierten Leitung der Soziologin und Psychodrama-Rollenspielleiterin Mag.a Katharina Novy und der Juristin Dr.in Sabine Aydt wurden die individuellen Standpunkte spielerisch reflektiert.

Aus dem Feedback einer Teilnehmerin: "Es ist schon sehr erstaunlich, wenn man erkennt, dass sich hinter dem 'Befremden' eine Erwartung an sich selbst verbirgt. Eine Erwartung, wie man zu reagieren oder zu sein hätte. Der Workshop hat diese Erwartungen auf spielerische und leichte Art verdeutlicht und damit neue Handlungsspielräume eröffnet."

Die Veranstaltung fand mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung statt.

Großes Gedränge am Frauentag ...

Einen Rückblick auf 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich samt Einblick in die Lebensumstände der Wiener Neustädterinnen vor hundert Jahren bot die diesjährige Veranstaltung zum Frauentag am 10. März im BORG Wiener Neustadt. In Zusammenarbeit mit der Stadt Wiener Neustadt gehörte der wendepunkt auch heuer zu den Veranstalterinnen. Ergänzt wurde die historische Rückschau durch einen Blick auf die aktuelle Situation von Frauen in Österreich in Gestalt des laufenden Frauenvolksbegehrens, dessen Forderungen zeigen, dass vieles erreicht, aber noch einiges zu erreichen ist.

Die Vorträge von Stadträtin Margarete Sitz, Historikerin Mag.a Sabine Schmitner und Andrea Hladky aus dem Organisationsteam des Frauenvolksbegehrens wurden von über hundert (!) Teilnehmerinnen verfolgt, der Festsaal des BORG war zum Bersten gefüllt. Zahlreiche politische Funktionäre und Funktionärinnen, allen voran Bürgermeister Klaus Schneeberger nebst mehrerer Stadt- und GemeinderätInnen und Magistratsdirektor Mag. Markus Biffl lauschten den Ausführungen und genossen das Buffet mit regionalen Spezialitäten von Biobäuerin Michaela Reisenbauer. Wir freuen uns sehr, dass das Interesse an Frauenthemen in Wiener Neustadt so breit gestreut ist. Herzlichen Dank allen Teilnehmenden!

… und erfreulicher Andrang beim Frauenvolksbegehren

Fast 250.000 Menschen haben im März und April 2018 ihre Unterstützungserklärungen für die Abhaltung eines Frauenvolksbegehrens abgegeben. Mit dieser klaren Überschreitung der notwendigen Anzahl an Unterstützungserklärungen liegt der Ball nun beim Innenministerium, das demnächst einen Termin für die eigentliche Eintragungswoche festsetzen wird. Selbstverständlich unterstützt auch der wendepunkt die wichtigen Forderungen der Initiatorinnen und Initiatoren – kurz zusammengefasst: Frauen sind gleich viel wert, Frauen verdienen gleich viel Geld.

Wer sich für demografische Details zu den bisherigen Unterstützerinnen und Unterstützer interessiert, findet hier einen guten Überblick: https://derstandard.at

Falls Sie sich näher über das Frauenvolksbegehren informieren oder vielleicht sogar mithelfen möchten, klicken Sie bitte auf folgenden Link: https://frauenvolksbegehren.at

Infos zu "Cybermobbing" im wendepunkt

Am 12. März widmeten sich die Mitarbeiterinnen des wendepunkt gemeinsam mit drei externen Kolleginnen einen Vormittag lang einer neuen Form der Gewalt: Cybermobbing, dem systematischen Belästigen, Bloßstellen, Fertigmachen oder auch absichtlichen Ausgrenzen von Personen im "virtuellen Raum". In entspannter Atmosphäre erhielten die Teilnehmerinnen von der erfahrenen Social-Media-Trainerin Mag.a Natascha Ljubic hilfreiche Tipps zum Umgang mit Attacken in Internet.

Durch die Teilnahme von Mitarbeiterinnen der Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt und von Integration:NÖ entstand ein spannender Austausch rund um die brisante Thematik. Resümee des Vormittags: Die richtige Einstellung des Facebook-Profils kann viele Unannehmlichkeiten verhindern.

Wendepunkt erhält erneut das Gütesiegel "Betriebliche Gesundheitsförderung"

Bereits zum dritten Mal in Folge wurde dem wendepunkt am 14. März im Rahmen einer großen Gala im Congress Casino Baden das Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung verliehen. Die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse zeichnete an diesem Abend insgesamt 138 Unternehmen, die sich in vorbildhafter Weise für die körperliche und seelische Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzen, mit ihrem Qualitätssiegel aus.

Der wendepunkt zeigt mit der Teilnahme an der Aktion, dass die betriebliche Gesundheitsförderung ein wichtiger Teil seiner Qualitätssicherung ist – und dass gesundheitsfördernde Maßnahmen auch mit geringen finanziellen Mitteln umgesetzt werden können. Die Verleihung des Gütesiegels bildet eine Anerkennung unseres hohen Qualitätsstandards, auf den wir wirklich stolz sind.

Kletterprojekt des Frauenhauses

Anlässlich seines Diplomabschlusses am Bundesinstitut für Sozialpädagogik organisierte Matthias Tüchy, ehemaliger Pädagoge des Frauenhauses, einen außergewöhnlichen Nachmittag für drei Jugendliche, die derzeit im wendepunkt-Frauenhaus leben. Beim Klettern in der Mehrzweck-Sporthalle der HTL Wiener Neustadt konnten die Heranwachsenden am 23. März vier Stunden lang ihre Geschicklichkeit und ihren Mut in der Kletterwand erproben – und dabei gleichzeitig viel über sich selbst lernen.

Sozialpädagogisches Klettern arbeitet nach dem Prinzip des "Erfahrungslernens": die Jugendlichen lernen aus ihren eigenen Erfahrungen beim Handeln, in diesem Fall beim Klettern. Die Arbeitsweise und Haltung ist dabei nicht ergebnis-, sondern prozessorientiert, wodurch der Weg immer erst im "Gehen" entsteht. Im Mittelpunkt des Sozialpädagogischen Kletterns steht der einzelne Mensch, Ziel des betreuten Kletterns ist die Entwicklung der Persönlichkeit.

Matthias Tüchy hatte für die Teilnehmenden einen professionellen Projektablauf entworfen, mit Aufwärmübungen und Spielen an der Boulderwand, der Vorstellung der wichtigsten Sicherungstechniken und ersten Übungen im Seilklettern. Nicht allen fiel es leicht, sich an die Höhe zu gewöhnen und Vertrauen ins Seil zu fassen, es wurde gezittert, viel ausprobiert, geflucht und gelacht. Beim abschließenden Dehnen zeigten sich alle Jugendlichen begeistert und bedankten sich bei Matthias für seine geduldige und motivierende Unterstützung. Auch der wendepunkt sagt ganz herzlich danke für dieses wertvolle Projekt!

wendepunkt-Frauenwissen für PsychotherapeutInnen

Über besonders großen Andrang konnte sich ein Seminar freuen, das der wendepunkt am 6. April in Zusammenarbeit mit der Frauenberatungsstelle Kassandra beim Österreichischen Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) abhielt. Unter dem Titel "Kompetent im Umgang mit Klientinnen und Klienten, denen Gewalt widerfahren ist" arbeiteten wendepunkt-Geschäftsleiterin DSAin Elisabeth Cinatl und DGKS Anneliese Erdemgil-Brandstätter mit 16 Teilnehmerinnen umfangreich zu allen Aspekten der häuslichen Gewalt.

Die große Gruppe der teilnehmenden Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zeigte sich äußerst interessiert und formulierte den Wunsch nach weiteren Seminaren zur Vertiefung des Wissens. Geplant ist außerdem ein Zusatzseminar im Herbst, da aufgrund der großen Zahl an Anmeldungen nicht alle Interessierten einen Platz bekommen konnten. Wir freuen uns riesig, dass unsere Expertise so gut angenommen wird!

Wiedereinsteigerinnentag am AMS

Eine ganz andere Zielgruppe setzte sich am 12. April beim Wiedereinsteigerinnentag des AMS Wiener Neustadt mit den Angeboten des wendepunkt auseinander. Arbeitssuchende Frauen, die nach der Babypause (wieder) ins Erwerbsleben einsteigen möchten, nutzten den jährlichen Wiedereinsteigerinnentag, um sich über ihre Möglichkeiten zu informieren.

Eine bunte Vielfalt an Ausstellerinnen und Ausstellern bot Infos zu Kinderbetreuungsmöglichkeiten, sozialrechtlichen Rahmenbedingungen, Job- und Weiterbildungsangeboten und vielem mehr. Positive Signale vom Arbeitsmarkt ortete AMS-Geschäftsführer Dr. Georg Grund-Groiss in seiner Eröffnungsrede und ermunterte die Anwesenden, sich alle Informationen zu holen, die sie für einen erfolgreichen Wiedereinstieg ins Berufsleben brauchen.

Am wendepunkt-Tisch wurde lebhaft darüber diskutiert, wie Frauen die vielfältigen Anforderungen rund um den Berufseinstieg unter einen Hut bekommen können. Frauenberaterin Mag.a Claudia Prudic gab den Besucherinnen hilfreiche Tipps, um in der sensiblen Phase der Neuorientierung körperlich und seelisch im Gleichgewicht zu bleiben.

Mit kostenloser Kinderbetreuung durch das Hilfswerk und kleinen Erfrischungen sorgte die AMS-Geschäftsstelle Wiener Neustadt auch heuer für eine angenehme Atmosphäre, die den Jungmüttern Gelegenheit gab, sich fundiert und entspannt auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Eine rundum gelungene Veranstaltung, an der der wendepunkt im kommenden Jahr gerne wieder teilnehmen wird.

Weitere interessante Informationen sowie Fotos unserer Veranstaltungen finden Sie auf facebook.

Ihre Spende unterstützt Frauen und Kinder in Not - und ist steuerlich absetzbar.
Kontonummer 3715, Wr. Neustädter Sparkasse (Bankleitzahl 20267)

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Verein wendepunkt – Frauen für Frauen und Kinder
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